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Jun/08
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Ubuntu boot time tuning (HP 2133)

Da ich das HP 2133 viel mit mir rumschleppe und das Gerät unterwegs auch “nur mal eben schnell” einschalten möchte, versuche ich die Start-Zeit des Systems etwas zu drücken. Ohne optimierungen brauchte das Ubuntu 8.04 satte 1 Minute und 20 Sekunden, bis die grafische Oberfläche geladen war.

Nach einigen Nachforschungen habe ich mir dann folgende Punkte vorgenommen:

Wieviel die einzelnen Punkte tatsächlich an Zeit einsparen, hängt stark von dem jeweiligen System ab. Ein System mit mehreren CPUs/Cores wird z.B. durch die gleichzeitigen Init-Scripte wesentlich mehr Zeit rausholen können, als eine Maschine mit einer CPU. Aber auch bei einem System mit einer CPU bringt es einen Vorteil, wenn das Netzwerk zum Beispiel auf eine IP-Adresse vom DHCP-Server wartet, können schon weitere Prozesse gestartet werden.

Der letzte Punkt, das Starten ohne initrd hat bei meinem System am meißten gebracht (ca. x Sekunden). Das Starten ohne initrd setzt vorraus, dass man seinen eigenen Kernel kompiliert und alle benötigten Funktionalitäten darin einbaut. Bei dem HP 2133 werden für das Einbinden der SATA-Festplatte einige Module benötigt, die sonst nicht direkt in den Kernel kompiliert werden.

In der Linux Kernel 2.6.25.9 Configuration musste ich noch folgende Module einbinden (einen hacken setzen):

  • General Setup > Device Drivers > Serial ATA (prod) and Parallel ATA (experimental) drivers > VIA SATA support (sata_via)
  • General Setup > Device Drivers > Serial ATA (prod) and Parallel ATA (experimental) drivers > VIA PATA Support (pata_via)
  • General Setup > Device Drivers > Serial ATA (prod) and Parallel ATA (experimental) drivers > Generic ATA Support (ata_generic)
  • General Setup > Device Drivers > Serial ATA (prod) and Parallel ATA (experimental) drivers > ACPI firmware driver for PATA (pata_acpi)
  • General Setup > Device Drivers > Serial ATA (prod) and Parallel ATA (experimental) drivers > AHCI SATA support (sata_ahci)
  • General Setup > Device Drivers > SCSI device support > SCSI generic support
  • General Setup > Device Drivers > SCSI device support > SCSI disc support
  • General Setup >File systems > Second extended fs support
  • General Setup >File systems > Ext3 journaling file system support

Nachdem diese Optionen gesetzt sind, kann man das System einmal durchstarten. Nun habe ich die Boot-Parameter im Grub editiert. Dort habe ich die Eintraege initrd="..." und ro entfernt. Anschliessend habe ich root=/dev/sda3 (Fuer die Root-Partition “/”) gesetzt. Als root-Eintrag war vorher die UUID eingetragen, diese muss entfernt werden.

Wenn das System nun ohne eine Fehlermeldung startet, dann war die Operation erfolgreich. Um die eben geänderten Parameter dauerhaft wirksam zu machen, müssen diese in der /boot/grub/menu.lst angepasst werden. Falls das System nicht startet, genügt ein erneuter Neustart und die Boot-Parameter sind wieder die alten. Das System sollte sich mit diesen noch starten lassen.

Bei mir hat alleine das Booten ohne die init ramdisk gute 9 Sekunden gebracht.

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